Samstag, 11. Januar 2014

Besichtigung des Bauplatzes fuer das Hostel

Von der Farm Arendsnes fahren wir gemeinsam nach Marienhoehe zur Blydskap-Schule.
Vor Ort schaeuen wir nochmals nach dem Standort des geplanten Hostels und pruefen die Topographie des Gelaendes.
Besonders wichtig ist uns, dass die Kinder im und um das Hostel herum sich in einem gesicherten Bereich aufhalten koennen.
Das bedeutet, dass wir einen weiteren neuen Zaun bauen muessen, der den bisherigen Zaun erweitert. Zusaetzlichen planen wir ausreichend Platz fuer einen neuen Gemuesegarten ein. Die Schulkinder sollen in diesem Schulgarten lernen, wie man sich durch den Anbau von Gemuese, selbst mit frischen Lebensmittel versorgen kann.

Und das muss alles elefantensicher sein, denn vor wenigen Tagen hatte Marienhoehe Besuch einer Elefantenherde, die den Wassertank und die Windmuehle der Gemeinschaft auf der Suche nach Wasser weiter demoliert haben.

Gerade noch rechtzeitig konnte ein provisorischer Graben um den Wassertank der Schule gezogen werden. Der wird allerdings nicht lange ein Hindernis fuer die Elefanten sein. Und so steht schon ein weiteres Projekt fest: Bau einer Elefantensperre zum Schutz der Wasserversorgung.


Der Bauplatz fuer das Hostel. Blick von der Schulterrasse zur bisherigen Unterkunft.


Edith Maré (rechts) erzaehlt vom Besuch der Elefanten auf der Suche nach Wasser.

Ein provisorischer Graben schuetzt den Wassertank der Schule.

Besuch bei Famile Maré auf der Farm Arendsnes

Die Famile Maré hat die Blydskap Pre-Primary-School erbaut und so fuehrt uns unser naechste Weg auf ihre Farm Arendsnes. Es ist uns wichtig, uns mit Familie Maré abzustimmen und uns ihrer Unterstuetzung gewiss zu sein.
Wir werden herzlich von Edith Maré und Adolfine empfangen.
Die naechsten Stunden verbringen wir damit die ersten Plaene zu studieren, neue Ideen zu diskutieren, Details zu besprechen und Kosten zu kalkulieren.

Die Plaene dazu hat uns Hubert A. Debortoli, HAD Technical Consulting, kostenlos entworfen und gezeichnet. Wir sind ihm dankbar, denn nun haben wir ein realistisches Bild unseres Traumes eines neuen Hostels.

Edith Maré (Mitte) beraet mit Adolfine und den Ubuntus den Bau des Hostels.

Die Zeichnungen stammen aus der Feder von Hubert A. Debortoli, Swakopmund.

Bau eines Hostels fuer die Blydskap Pre-Primary-School kurz vor der Realisierung

Ueber die Blydskap Pre-Primary-School hatten wir bereits mehrfach berichtet.
Der groesste Wunsch von Adolfine und ihren Schuelerinnen und Schuelern ist ein neues Hostel zu bekommen.
Nach vielen Planungen und Gespraechen ist es nun bald soweit. Wir haben die Baugenehmigung erhalten.
Vielen Dank an alle bisherigen Spender. Durch ihre grosszuegige Unterstuetzung haben wir das notwendige Geld zusammen, um das Projekt vollstaendig zu finanzieren.

An der suedoestlichsten Ecke des Etosha Nationalparks liegt Marienhoehe mit der Blydskap Pre-Primary-School

In diesem Hostel wohnen die kleinen Kinder bisher.

Die Schule steht direkt nebenan, ausserhalb des Kraals.

Die Schule wurde von der Familie Maré gegruendet und gebaut.

Montag, 6. Januar 2014

Die LVQ-Gruppe und Dr. Winfried Jaeger unterstuetzen UBUNTU



http://www.lvq.de/blog/2013/12/10/spende-statt-geschenke-lvq-unterstuetzt-schule-in-namibia/

http://www.lvq.de/ihr-lvq-team/
 


Dr. Winfried Jaeger, Geschaeftsfuehrer der LVQ-Gruppe, war in Namibia mit Lily Taylor unterwegs. Dabei lernte er dieses wunderbare Land kennen und erfuhr von Lily Taylor auch ueber UBUNTU NAMIBIA.

Die Grundsaetze und Ziele von UBUNTU NAMIBIA gefielen Herrn Dr. Winfried Jaeger und er entschloss sich, unseren Verein zu unterstuetzen.

Bildung ist der LVQ-Gruppe besonders wichtig und so soll die Unterstuetzung zum Bau des Hostels und der Foerderung der Blydskap-Schule dienen.

Wir freuen uns ueber eine aussergewoehnlich grosszuegige Hilfe und danken Herrn Dr. Jaeger und der LVQ-Gruppe im Namen aller UBUNTUs.
Der Bau des neuen Hostels, ueber das wir in Kuerze mehr berichten, steht damit kurz vor der Realisierung.






Donnerstag, 26. Dezember 2013

Conservation Through Education - finanzielle Unterstützung

Bildung ist eine Grundvoraussetzung, um sein Leben selbstbestimmt fuehren zu koennen.

Wir foerdern die Blydskap Schule, um Kinder auf die Primary School vorzubereiten und um ihnen einen guten Start in ihr Schulleben zu ermöglichen.

In Namibia ist, neben dem schulischen Wissen, ein weiteres Wissen ueberlebenswichtig.

Es ist das Wissen um das Leben in und mit der Natur.
Es ist das Wissen, wie der Konflikt zwischen Mensch und Tier bewaeltigt werden kann, ohne dabei die Lebensgrundlagen fuer beide zu zerstoeren.



Mit AfriCat Foundation haben wir einen verlaesslichen Partner in Namibia gefunden.

 http://www.africat.org/program/education

Wir unterstuetzen uns gegenseitig bei unseren Aufgaben und freuen uns, dieses Jahr auch finanziell
zum Erfolg beitragen zu koennen.

Die Ubuntus ueberreichen Donna Hanssen (Mitte) auf Okonjima Gelder fuer die gemeinsame Arbeit.



Uebergabe der Spende aus Kalenderprojekt des Fotografenduos Jachalke und Voß und Viaprinto

Wir berichteten bereits vom Kalenderprojekt des Fotografenduos und der Firma Viaprinto.

http://ubuntu-namibia.blogspot.de/2013/09/doris-jachalke-und-michael-vo-und-ihr.html

Auf unserer Reise im November 2013 durften wir die Spende an Tammy Hoth von Africat North ueberreichen.

Das staerkt unsere gemeinsame Arbeit am Programm "Conservation Through Education".

Wer mehr dazu erfahren will, schaut hier nach:

http://www.africat.org/about/africat-north



Tammy Hoth (Mitte) freut sich ueber den Erfolg des Kalenderprojektes.

Sonntag, 22. Dezember 2013

Projekt Gemuesegarten

"Wenn wir helfen wollen, geben wir ihnen nicht den Fisch - wir geben ihnen die Angel".

Damit meint Lily - bei aller Soforthilfe, die notwendig ist - , dass unsere Arbeit nur dann langfristig erfolgreich ist, wenn wir Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Der Ezy Stove, die Konfliktbewaeltigung zwischen Mensch und Tier (Conservation trough education mit AfriCat) und ganz besonders natuerlich die Unterstuetzung der Blydskap-Schule tragen alle diesen Geist.

Bei aller langfristigen Hilfe muss aber auch an das Ueberleben gedacht werden. Was tun wir gegen den Hunger, der bei den San so offensichtlich Tag fuer Tag ueber das Weiterleben entscheidet?

Gibt es in diesem duerren Landstrich mit kargen Sandboeden ueberhaupt die Moeglichkeit, sich selbst durch Gartenwirtschaft zu versorgen?

Wir wollen gerne die notwendigen Materialkosten (Saat, Drahtzaun, Beschattung, Wasserschlauch...) uebernehmen und Elaine Roussouw stellt uns spontan ein Stueck Land zur Verfuegung.
Sie erklaert sich auch bereit, die Menschen in Tsumkwe anzuleiten und das Projekt zu ueberwachen.

Dann bringt sie uns, in einer abenteurlichen Fahrt durch den Busch, in eine San-Siedlung bei der wir beispielhaften Gartenbau unter extremen Bedingungen kennen lernen.


Hier soll eine Garten entstehen.

Nur wenige Graeser konnten hier bisher ueberleben.

Aber es gibt immerhin einen halbwegs sicheren Elefantenzaun und in der Naehe einen guten Brunnen.


So koennte es bald aussehen - frisches Gemuese in der Halbwueste.

Es braucht ausser Wasser nicht viel. Ein Drahtzaun und eine Beschattung fuer die Keimlinge.

Einen Gabelspaten und etwas Muskelkraft.
Zwiebeln, Karotten, rote Beete und im Hintergrund sogar Tomaten gedeihen hier.

Chili waechst besonders gut. Und er kann als Chili-Schmiere am Zaun auch zur Elefantenabwehr genutzt werden

Fuer unser Abendessen kaufen wir beim stolzen Gaertner Karotten, Tomaten und Chili.

Montag, 16. Dezember 2013

UBUNTU - I am because we are

UBUNTU - Die wahre Bedeutung dieses Wortes zu erklaeren ist nicht einfach.

UBUNTU ist ein Wort aus der Bantusprache der Zulu und der Xhosa.

UBUNTU koennte man einfach  mit Gemeinsinn oder Menschlichkeit uebersetzen.
Doch es ist mehr als das.
.
UBUNTU ist eine Lebensphilosophie,die auf Respekt, Anerkennung, Achtung der Menschwuerde und dem Streben nach einer offenen und friedlichen Gesellschaft aufbaut.

Wer koennte die Bedetung besser erklaeren, als die zwei Menschen die UBUNTU leben und gelebt haben:

Die beiden Friedensnobelpreistraeger Nelson Mandela und Desmond Tutu erzaehlen davon in diesen beiden Videoclips:



 http://www.youtube.com/watch?v=HED4h00xPPA

http://www.youtube.com/watch?v=wg49mvZ2V5U

Barack Obama, ein weiterer Friedensnobelpreistraeger, spricht auf der Trauerfeier fuer
Nelson Mandela ebenfalls ueber UBUNTU:

http://www.youtube.com/watch?v=4rnwSzAzsE8


Sonntag, 15. Dezember 2013

Blydskap-Schule nun auch mit Ezy Stove

Nun geht es einmal quer durch Namibia. Von Tsumkwe, ganz im Osten, fahren wir zur
Blydskap-Schule im Westen Etoshas.
Auf dem Weg dorthin besuchen wir die Familie Maré. Der Familie Maré ist es zu verdanken, dass es die Blydskap-Schule ueberhaupt gibt. Sie haben das Schulgebaeude gebaut und sorgen und kuemmern sich mit sehr viel Liebe um die Schule, die Kinder und um Adolfine, die Lehrerin.

Edith Maré empfaengt uns herzlich und wir besprechen den Bau des geplanten Hostels. Dazu spaeter mehr.

Jetzt geht es erstmal um den Ezy Stove. Wir zeigen Edith Maré und Adolfine die Funktionsweise. Beide sind begeistert, denn auch hier ist Brennholz ein seltenes und wertvolles Gut.

Ein Ezy Stove bleibt bei Edith Maré. Sie wird ihn ihren Arbeitern zeigen, auf eine Fahrt ins Kaokoland und zu einer Farmversammlung mitnehmen.

Gleich vor Ort testen wir, ob auch der dort gebraeuchliche Dreibein-Topf mit dem Ezy Stove genutzt werden kann.
Und er passt!!
Weiter geht es nach Marienhoehe zur Blydskap-Schule, um zwei weitere Exemplare des Ezy Stoves
auszuliefern.

Damit ist der erste Schritt zum "Projekt Ezy Stove" getan.
Aus der ersten Idee mit der Kochkiste wurde ein Holzkocher, dessen Funktionsweise einfach, leicht erlennbar, überall einsetzbar und sehr effizient ist.
Wir sind nun auf die Rueckmeldungen und Erfahrungsberichte gespannt und hoffen, dass wir helfen konnten die Initiative der Pupkewitz- Foundation zu foerdern.

Der Test im Farmhaus der Familie Maré. Der Dreibein-Topf passt!

Edith Maré, Adolfine, Monique und Roland (v.l.) bringen Ezy Stoves zur Blydskap-Schule. Brennholz ist Mangelware, wie man an der Vegetation im Hintergrund gut erkennen kann.

Die Schueler der Blydskap-Schule freuen sich wohl etwas mehr ueber die Orangen, als ueber die neuen Oefen.


Donnerstag, 12. Dezember 2013

Ezy Stove fuer die San

Im Post vom 29.07.2012 und vom 27.10.2012 berichteten wir von der Nothilfe für die San durch Ubuntu.
Lily machte sich auf den weiten, wegen Buschfeuern sehr gefaehrlichen Weg nach Tsumkwe, um Kleidung und Nahrung dorthin zu bringen. Vor Ort traf sie Elain Rossouw, die sich ebenso selbstlos um die Versorgung der leidenden Menschen kuemmerte.

Dieses Jahr nun wollen wir dazu beitragen, dass die in Tsumkwe ansaessigen San Anleitung zur Hilfe durch Selbsthilfe bekommen.

Neben einem Gemuesegartenprojekt, ueber das wir spaeter noch berichten, liefern wir die ersten Exemplare des Ezy Stove.
Schon bei der langen, auf staubiger Piste beschwerlichen Fahrt Richtung Tsumkwe sehen wir, was die Buschefeuer letztes Jahr angerichtet haben.
Umso wichtiger ist der Ezy Stove, der eine weitere Vernichtung der wenigen Baumbestaende mit verhindern soll. Auch die Gefahr, dass Menschen durch Loewen, Hyaenen und Wildhunde beim Holzsammeln zu Schaden kommen, ist hier sehr hoch.

San Chief Bobo, begleitet von seinem Sohn Leon Tsamkgas, sind begeistert vom Ezy Stove und probieren ihn gleich aus. Das Ergebnis ueberzeugt sie und gleich wird Pastor Gerri Cwi gerufen, der den Ezy Stove bei seiner Fahrt durch die Gemeinden mitnehmen und vorfuehren wird.
Lily Taylor erklaert dir Funktionsweise des Ezy Stove

Elaine Roussouw und San Chief Bobo hoeren interessiert zu.

Monique und Lily ueberreichen Pastor Gerri Cwi (2.v.l.) und San Chief Bob (rechts) einen Ezy Stove.

Ein Exemeplar des Kochers bleibt in der Community, ueberreicht von Lily und Susanne an Chief San Bobo (rechts) und seinen Sohn Leon Tsamkgas (2.v.l.)

Der erste Test ist bestanden. Teewasser ist schon gekocht und nun steht der Eintopf auf dem Feuer.

Links ist die bisherige Kochstelle - offen und energetisch nicht effizient - mit einem Buendel halb verbranntem Holz. Rechts daneben der Ezy Stove mit geschuetzter Flamme und hohem Wirkungsgrad. Und wie man sieht, es ist nur wenig Brennmaterial notwendig.